Am Samstagmorgen, 20. September 2008, trafen wir uns beim Ferienheim Geisswiese im Flumserberg. Wir, das waren elf Erwachsene und zwei Jugendliche. Freundlich wurden wir von der Eigentümerin begrüsst und mit den Räumlichkeiten vertraut gemacht.
Fürs Pilzsammeln wurde uns das nahe gelegene Gebiet um den Kapfsee, diesmal auf Melser-Gemeindegebiet, empfohlen. Hier fanden wir ein schönes, vielfältiges und reichhaltiges Gebiet vor. In kleinen Gruppen verteilten wir uns und bis zur Mittagszeit kam eine ansehnliche Zahl Pilze zusammen.
Seit dem späten Morgen bis in den Nachmittag hinein geleitete uns das ferne Geleut des Alpabzuges. Für die Melser war dies ein wichtiger Tag. Immer dachten wir, jetzt kommen sie dann daher auf einer der Strassen, die Kühe und die Älpler. Aber zu Gesicht bekamen wir sie nicht. Trotzdem blieb das eindrückliche Klanggemisch von Glocken, Schellen und Treicheln in Erinnerung.
Den Nachmittag widmeten wir der Bestimmungsarbeit im Ferienheim, durchforsteten dabei die Fachbücher, zückten die Lupe, diskutierten die Erkenntnisse untereinander oder holten bei einer anderen Person das OK für eigene Bestimmungen ein. Wer Merkmale genauer oder grösser sehen wollte, legte sein Exemplar unter die Stereolupe, welche Fredi Indermaur mitnahm. Hier wurden die kleinen grauen Pyramiden des Bovisten zu glitzernden körnigen Erhebungen – völlig fasznierend.
Zum Abendessen bekochten unsere Gastwirte uns sinnigerweise mit sehr feinen Älplermakkaronen. Beim Zusammensein tauchten manche Geschichten und Erlebnisse auf und erheiterten die Runde. Zu späterer Stunde wurden im Ferienheim eine stattliche Anzahl von Treicheln mit den wunderbar geschmückten Lederriemen eingelagert. Eine kurze akustische Kostprobe des Treichelklangs konnten wir so aus der Nähe geniessen.
Am Sonntagmorgen widmete sich eine Gruppe der weiteren Bestimmungsarbeit während andere nochmals zur Pilzsuche aufbrachen. Bis zum Mittag waren vom ganzen Wochenende rund 135 angeschriebene Pilzarten zusammen.
Allen Teilnehmenden gefiel das Wochenende sehr gut und Fredi Indermaur wurde überredet, gleich fürs nächste Jahr wieder zu reservieren.
13. Oktober 2008/Fe